Nagelbettentzündung am Zeh
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Nagelbettentzündung am Zeh: Wenn jeder Schritt schmerzt

Nagelbettentzündung am Zeh


Was tun bei Nagelbettentzündung?

Schon wieder ist es passiert: Das Nagelbett an einem Finger oder Zeh schwillt an und schmerzt bei jeder Bewegung: eine Nagelbettentzündung. Jetzt bloß schnell verarzten und hoffen, dass es nicht noch anfängt, zu eitern! Das Gewebe um unsere Nägel herum zwickt immer wieder einmal. Das liegt daran, dass die umliegende Haut oft starken Belastungen ausgesetzt ist und mehr oder weniger kleine Wunden davonträgt.

Eine Nagelbettentzündung am Zeh ist dabei besonders unangenehm. Ist sie stark genug, spürt man sie mit jedem Schritt. Aber wieso sind ausgerechnet die Nagelbetten – an sowohl Füßen wie Händen – so anfällig für Entzündungen?

So entstehen Nagelbettentzündungen

Das Nagelbett ist das Gewebe direkt unter dem Nagel, den u-förmig der Nagelwall umrahmt. Unten am Ansatz, wo der Nagel aus dem Finger wächst, bildet die Nagelhaut eine schützende Barriere, um Schmutz, Viren, Pilze und andere mögliche Entzündungsverursacher abzuwehren. Nun sind Füße und Hände den ganzen Tag im Dauereinsatz. Oft bemerken wir gar nicht, dass wir winzig kleine Verletzungen davontragen. Häufig passiert das im Winter, wenn durch die kalte und trockene Luft die Haut spannt und rissig wird. Erregern reichen solche kleinen Wunden, um durch die Haut zu gelangen. Außerdem kann die Kälte für eine schwächere Durchblutung der Zehen und Finger sorgen, was das Immunsystem beeinträchtigt und ebenfalls eine Infektion begünstigen kann.

Im schlimmsten Fall kann sich eine Nagelbettentzündung ausbreiten und sogar Sehen und Knochen befallen. Eine frühe Behandlung hilft zu vermeiden, dass es so weit kommt. Wenn die Entzündung nach ein paar Tagen nicht abklingt oder sogar zunimmt, steht ein Gang zum Arzt an. In den meisten Fällen kommt es nicht so weit, da es wirksame Hausmittel gibt, um eine Nagelbettentzündung zu lindern.

So lässt sich eine Nagelbettentzündung lindern und behandeln

Sobald die Haut am Nagelbett von Zehen und Fingern sich zu röten beginnt und schmerzhaft anschwillt, ist schnelle Hilfe gefragt. In diesem Stadium kann eine Nagelbettentzündung noch sehr gut mit Hausmitteln behandelt und im besten Fall abgewendet werden. Bei den ersten Anzeichen kann ein Fuß- oder Handbad in einer Lösung aus warmem Wasser und Kamillan Pharma Wernigerode helfen. Die Kombination aus Kamille und Schargarbe wirkt dabei entzündungshemmend, antibakteriell, schmerzlindernd und fördert gleichzeitig die Wundheilung. In Winterzeiten kann das warme Bad außerdem die Durchblutung der betroffenen Stellen wieder anregen.

So lässt sich einer Nagelbettentzündung vorbeugen

In vielen Fällen ist eine Nagelbettentzündung vermeidbar. Handelt man nur schnell genug oder verringert man die typischen Gefahrenquellen, lässt sich einer Infektion wirksam vorbeugen.

Richtige Nagelpflege: Nägel sollten nicht zu kurz geschnitten werden. Die Nagelhaut sollte weder hochgeschoben oder abgeschnitten, sondern mit pflegenden Cremes geschützt werden.

Wunden richtig versorgen, um die Wundheilung zu unterstützen: Wunden heilen am besten an der frischen Luft? Leider nein. Dieser Mythos hält sich hartnäckig, obwohl er längst widerlegt ist.

Zusätzlicher Tipp: Zusätzlich zu einer gründlichen und schonenden Nagelpflege gibt es noch eine zusätzliche Möglichkeit: Hand- und Fußbäder mit Kamillan regen die Durchblutung an und fördern die Regeneration der Haut. So schließen sich kleine Wunden, etwa bei rissiger Haut an kalten Tagen, während vielleicht schon vorhandene Bakterien bekämpft werden, bevor sie eine Infektion auslösen können.